Himba Besuch
September 10, 2007
» Position: S 17°00.113' E 13°14.752'
Die Himbas sind eine ethnische Gruppe die in Namibia leben und weniger als 1% der Bevölkerung
ausmachen. Ursprünglich lebten sie an der Grenze zu Botsuana, wurden aber von dort Richtung Westen
vertrieben und haben sich dann im Kaokoland niedergelassen.
Auf unserer Fahrt zu den Epupa Fällen durchqueren wir das Kaokoland und sehen viele kleine
Himba Dörfer. Natürlich wollen wir diese Gelegenheit ausnutzen und beschliessen bei einer Himba
Familie einen Besuch zu machen.
Die Himbas leben noch sehr traditionell. Dabei spielen Rinder in ihrem Leben eine zentrale
Rolle. Je mehr Rinder eine Familie besitzt, umso grösser ist ihre Anerkennung. Dies birgt jedoch
ein grosses Problem in sich, da das Kaokoland nur sehr spärlich begrünt ist und so sehr viel
überweidet wird. Neben den Rindern besitzt die von uns besuchte Familie noch eine grosse Schar
Ziegen. Es ist Aufgabe der Kinder, den ganzen Tag zu den Ziegen zu schauen und mit ihnen quer durch
die Landschaft zu ziehen, immer nach der Suche nach etwas Fressbarem.
Am Anfang zeigt uns eine junge Himbafrau, wie sie aus einem Stein den sie zu Pulver zermahlt
und anschliessen mit Fett vermischt, eine rote Farbe herstellt, die sie zur Körperpflege brauchen.
Wasser ist hier ein sehr wertvolles Gut und so wäscht man sich nicht mit Wasser, sondern streicht
den ganzen Körper mit dieser roten Farbe ein. Damit man auch noch etwas besser schmeckt, stellen
sie aus Holz selber Parfüm her.
Himba Frau beim Zubereiten der Farbe für die Körperpflege.
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Himba Kind am kochen.
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Unter dem Baum in Schatten wird diskutiert.
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Die Kinder sind am spielen. Es hat einige Kinder hier, da der Vater vier Frauen hat. Jede Frau hat
eine Hütte und der Mann zieht wie ein Nomade von Hüte zu Hüte. Dabei ist es wichtig, dass er bei
jeder Hüte gleich lang bleibt, damit keine Eifersucht aufkommt.
Wir setzten uns zum Vater der Familie unter einem Baum in den Schatten und beginnen mit ihm
zu reden. Zuerst will er wissen was wir über die Himbas denken. Also grad eine schwierige Frage zum
Anfang... Danach erzählen wir von unserer Reise und der Schweiz. Fast etwas ungläubig schaut er uns
an als wir ihm sagen, dass es bei uns keine Löwen, Elefanten und Antilopen gibt. Gerne würde er
unser Land einmal besuchen kommen. Doch als wir ihm sagen, dass es in der Schweiz seeehr kalt ist,
ist er doch froh hier in Namibia zu sein.
Die Himbas erachten es als sehr schön, wenn einem Mann die zwei vordersten, unteren Zähne
fehlen. So schlagen sich die jungen Männer diese zwei Zähne aus dem Mund und erhalten dafür
Anerkennung.
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