Caprivi Zipfel

August 29, 2007

» Position: S 18°06.671' E 21°35.461'

Am frühen Morgen machen wir uns von Livingstone auf den Weg nach Namibia. Doch zuvor machen wir noch einen kurzen Boxenstopp und lassen den Bus mit unseren letzten 21'000 Kwachas (das ist die Währung von Simbabwe) voll tanken. Nun, der Tank wird nicht ganz voll, denn die 21'000 Kwachas reichen gerade mal für 3,5 Liter Diesel.

Unser letztes Geld ist also verputzt und nun kann es los gehen. Nach wenigen Kilometern kommen wir an eine Strassenblockade. Wir müssen irgend eine Strassengebühr von 10'000 Kwachas bezahlen. Hmm. Nach einigen netten Diskussionen mit dem Beamten dürfen wir auch mit Rand (Währung von Südafrika) bezahlen. Glück gehabt.

Etwa gegen Mittag kommen wir zur namibischen Grenze. Die Formalitäten sind schnell erledigt und wir fahren in unser "Letztes Reiseland" ein.

Vor uns liegt der berühmte Caprivi Strip. Ein fast 500 km langer, schmaler, flacher Streifen; die Höhendifferenz vom tiefsten zum höchsten Punkt beträgt gerade mal 39m. Wohl auf allen Namibia Landkarten wird der Caprivi Strip separat aufgeführt. Es ist wie ein künstlich angesetzter Teil der weit in fremdes Territorium rein geht. Und tatsächlich gab es noch vor wenigen Jahren in diesem Teil Namibias militärische Zwischenfälle. Verschlimmert wurde die Situation noch durch den Bürgerkrieg in Angola (nördlicher Nachbar von Namibia). Inzwischen hat sich die Situation verbessert und man kann den Zipfel problemlos auf dem Goldenen Highway durchqueren.

Nach einer langen Fahrt kommen wir am Abend in Divundu an. Wir suchen den N//goabaca Camping auf, ein kleiner Platz der von der lokalen Gemeinde betrieben wird. In der Buschmannsprache ist // ein Ton der auf der Seite des Mundes erzeugt wird, ähnlich wie beim treiben eines Pferdes. Für uns ist es sehr schwierig dieses Wort auszusprechen...
Leider sind schon alle vier Plätze besetzt und wir müssen einen anderen Platz suchen.

In der Nähe der Popa Falls (2,5 Meter hohe Stromschnellen im Okavango Fluss) gibt es einige Lodges in denen man auch campieren kann. Wir finden schliesslich einen guten Platz in der Rainbow Lodge, direkt am Okavango Fluss.

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